bentota's blog
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Ausgewählter Beitrag

600 stunden aus edwards leben

"Ich schlage die Augen auf. Ich warte einen Augenblick, bis sich die verschwommene Helligkeit des Morgens scharf stellt, dann drehe ich den Kopf um neunzig Grad nach links und sehe zum Wecker: es ist 7:38 Uhr. Seit drei Tagen wache ich genau um diese Uhrzeit auf, achtzehn Mal in den letzten zwanzig Tagen ...",  so beginnt das Buch, das ich in den letzten Tagen verschlungen habe.

Es handelt von Edward, einem 39-jährigen Mann mit zwanghafter Persönlichkeitsstörung und Asperger-Syndrom. Das bedeutet, sein Leben verläuft nach einem sehr strengen, von ihm selbst aufgestellten und überwachten Zeitplan. Er sammelt akribisch Daten, die seiner Aufwachzeit, des Wetterverlaufs, ... Jeden Abend um 22.00 Uhr sieht er sich eine Folge "Polizeibericht" an, eine Serie die bereits seit Jahrzehnten beendet ist und die er deshalb aufgenommen hat. Er schaut allerdings nur die 98 Folgen, die es in Farbe gibt. Immer schön der Reihe nach, Abend für Abend ein Folge.
Die Geschichte beschreibt auf amüsante, aber auch anrührende Weise, wie sich Edward zögerlich aus seinem starren Zeitplan herausschält bzw. vom 9-jährigen Nachbarsjungen und seiner Mutter herausschälen lässt.



Craig Lancaster: 600 Stunden aus Edwards Leben - sehr lesenswert

bentota 01.02.2014, 10.37

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